HALKWEBAutorenDas unsichtbare Risiko: Sicherheit oder Einsparungen am Flughafen Istanbul?

Das unsichtbare Risiko: Sicherheit oder Einsparungen am Flughafen Istanbul?

Wenn diese Anschuldigungen wahr sind, geht es nicht nur darum, dass 700 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Es geht um die Schwächung eines Systems, das unmittelbar die Sicherheit von Millionen von Menschen betrifft.

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Der Flughafen Istanbul, unser Tor zur Welt, braucht ein einwandfrei funktionierendes System, damit täglich Millionen von Menschen sicher reisen können. Dieses gigantische Bauwerk, mit dem wir uns wegen der Zahl der Flugzeuglandungen und -starts sowie der Passagierkapazität brüsten, steht in Wirklichkeit auf einem unsichtbaren Rückgrat: den Sicherheitsmitarbeitern.

Die in den letzten Tagen in den Lobbys kursierenden Behauptungen deuten jedoch darauf hin, dass dieses Rückgrat absichtlich geschwächt wurde. Den Gerüchten zufolge wurden zum 30. April 700 der rund 3200 Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes still und leise entlassen bzw. Entlassungsverfahren eingeleitet.
Noch auffälliger ist die Information, dass sich das Arbeitssystem des übrigen Personals verschlechtert hat.

Das Personal wurde darüber informiert, dass das Schichtsystem, das derzeit auf 3 Tagen mit 8 Stunden Arbeit und 2 freien Tagen basiert, ab dem 1. Mai 2026 auf 2 Tage mit 12 Stunden Arbeit und 2 freie Tage umgestellt wird.

Nach dem alten System 3*8 = 6 Tage Arbeit - 2 Tage Urlaub,
Das neue System 2*12 = 4 Tage Arbeit - 2 Tage Wochenurlaub,
Umstellung von 8-Stunden-Schichten auf längere und anstrengendere Schichten...

Es handelt sich nicht nur um eine “Änderung der Arbeitsorganisation”. Es handelt sich um eine Entscheidung, die sich unmittelbar auf die Qualität der Sicherheit auswirkt und technische und lebensbedrohliche Risiken mit sich bringt. Denn ein Personalabbau und eine Erhöhung der Sicherheit im Schichtbetrieb bringen die folgenden drei großen Gefahren mit sich.

Kognitive Ermüdung und “Aufmerksamkeitsblindheit”: Der größte Feind bei Sicherheitseinsätzen ist die Müdigkeit. Der Übergang von 8-Stunden-Standardschichten zu längeren Zeiträumen erhöht die kognitive Belastung des Personals. Vor allem bei Aufgaben, die eine hohe Konzentration erfordern, wie z. B. bei Röntgenbeamten, beginnt das Gehirn nach einiger Zeit, visuelle Anomalien (Waffen, Sprengstoffe usw.) mit normalen Objekten zu verwechseln. Ein müdes Auge kann selbst das größte Risiko als “normal” ansehen.

Arbeitsbelastung pro Mitarbeiter und kritischer Schwellenwert: 700 personelin ayrılması, geriye kalan personelin omuzlarına binen yükün yaklaşık %28 oranında artması demektir. Yolcu sayısının sürekli arttığı bir dönemde kapasitenin düşürülmesi, kontrol noktalarındaki denetim kalitesini düşürebilir. Hızın güvenliğin önüne geçtiği her an, risk katlanarak büyür.

Abschreckung und physische Anwesenheit: Sicherheit ist nicht nur eine technische Infrastruktur, sondern auch eine “sichtbare Abschreckung”. Eine Verringerung der Zahl der Patrouillen und des Personals innerhalb des Terminals kann den Eindruck erwecken, ein “weiches Ziel” für böswillige Akteure zu sein. Wenn die Sichtbarkeit der Sicherheit abnimmt, steigt die Risikobereitschaft.

Denn das, was wir Sicherheit nennen, ist nicht nur eine Frage von Zahlen, sondern auch ein Bereich, in dem Zahlen entscheidend sind. Es ist nicht realistisch, von einem Sicherheitsbeamten, der müde ist, unter Stress steht und über seine Kräfte geht, maximale Aufmerksamkeit und perfekte Reflexe zu erwarten. Der Faktor Mensch ist das empfindlichste Glied im Sicherheitssystem. Wenn dieses Glied geschwächt ist, ist die gesamte Kette gefährdet.

Jeder Personalabbau, der heute im Namen von “Einsparungen” oder “Effizienz” vorgenommen wird, kann sich morgen als Sicherheitsdefizit erweisen. Außerdem handelt es sich hier nicht um ein gewöhnliches Gebiet, sondern um eines der Zentren mit dem höchsten Luftverkehrsaufkommen der Welt.

Der Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat nicht nur Menschenleben gekostet, sondern auch das Sicherheitsempfinden der Türkei tief erschüttert. Nach einem solchen Trauma sollte jeder Schritt, der die Sicherheitskapazität in Frage stellt, sehr viel sorgfältiger geprüft werden.

Nun stellt sich eine einfache, aber entscheidende Frage:
Können Sie bei der Sicherheit sparen?

Wenn diese Anschuldigungen wahr sind, geht es nicht nur darum, dass 700 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Es geht um die Schwächung eines Systems, das unmittelbar die Sicherheit von Millionen von Menschen betrifft. Von den Behörden wird erwartet, dass sie diese Anschuldigungen eindeutig aufklären. Transparenz ist in solch kritischen Angelegenheiten eine Notwendigkeit, keine Vorliebe.

Es sollte nicht vergessen werden, dass Flughäfen nicht nur Passagiere befördern, sondern auch das Schaufenster der Sicherheit eines Landes sind. Und der kleinste Riss in diesem Schaufenster kann viel größere Folgen haben, als wir denken.

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