HALKWEBAutorenKaufen Sie Auberginen auf dem Markt?

Kaufen Sie Auberginen auf dem Markt?

Es ist, als ob die Welt ein Immobilienkatalog wäre und die Länder Sommergrundstücke, die man kaufen kann.

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Die Imperialisten der Welt sind Mörder, Verbrecher und Plünderer. Deshalb kann dieser primitive Satz immer noch gesagt werden:
“Es ist eine wunderschöne Insel... Es wäre eine Ehre, sie zu übernehmen.”

Dies ist kein Versehen.
Dies ist eine Offenbarung der Mentalität.

Die heutigen Worte von Donald Trump zeigen eine alte Krankheit, die unter der polierten Oberfläche der modernen Welt immer noch schwelt: die Gier nach Besitz. Eine Mentalität, die Länder, Völker und Kulturen als “Eigentum” betrachtet... Als ob die Welt ein Immobilienkatalog wäre und Länder Sommergrundstücke, die man kaufen kann.

Aber hier ist die Sache:
Kuba ist nicht nur eine Insel.
Kuba ist ein Volk.
Es ist ein Widerstand.
Es ist eine Geschichte.
Und diese Geschichte ist keine Geschichte, die von irgendwoher gekauft und usurpiert wurde, sondern eine Geschichte, die durch Widerstand geschaffen und bewahrt wurde.

Wir wollen uns erinnern:
Die kubanische Revolution war nicht nur ein Regimewechsel. Sie war eine menschliche Antwort auf imperiale Arroganz. Es war eine Handvoll Menschen, die gegen gigantische Mächte sagte: “Wir sind hier”.

Seitdem war jede Drohung gegen Kuba eine andere Version desselben Satzes:
“Du kannst nicht du selbst sein.”

Aber Kuba ist trotz aller Schwierigkeiten und Embargos entstanden.
Und das stört mich, weil es so ist.

Heute ist es nicht nur ein außenpolitischer Skandal, wenn ein imperialistischer Punk sagt: “Es wäre eine Ehre, ein Land zu erobern”. Es ist ein Wort, das gegen die Menschenwürde gerichtet ist. Denn ein Land zu “erobern” bedeutet, die dort lebenden Menschen zu ignorieren.

Der Name dieser Sprache ist eindeutig:
Koloniale Sprache.
Die Wurzeln dieser Mentalität liegen ebenfalls auf der Hand:
Ein Weltbild, das sich selbst als Zentrum und alle anderen als “verfügbar” betrachtet.

Aber diese Welt existiert nicht mehr.
Zumindest sollte es das nicht.

Man kann ein Land lieben.
Sie können seine Natur bewundern.
Sie können seine Kultur respektieren.
Aber “nehmen”...?
Das ist das Wort, das alles entlarvt.

Denn wer “nehmen” sagt, meint eigentlich dies:
“Ihr Wille ist irrelevant.”

Und ganz gleich, wie stark das Wort aus einem mächtigen Mund kommt,
ist dazu verdammt, auf dem Müllhaufen der Geschichte zu landen.

Was heute zu Kuba gesagt wird, wird morgen zu einer anderen Geographie gesagt.
Denn hier geht es nicht um Kuba.
Das Problem ist, dass manche Menschen immer noch glauben, dass die Welt eine Beute ist, die man teilen muss.

Aber die Welt ist keine Trophäe.
Menschen sind kein Eigentum.
Und niemand kann ein Land als “Ware” nehmen und es zur Schau stellen.

Ehre ist nichts, was man sich nehmen kann,
keine Hand an die Rechte anderer zu legen.

 

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