HALKWEBAutorenDie Welt hat sich verändert, warum ist der Schmerz noch derselbe?

Die Welt hat sich verändert, warum ist der Schmerz noch derselbe?

Viele Systeme, die im Namen der Freiheit errichtet wurden, haben sich im Laufe der Zeit in neue Unterdrückungsmechanismen verwandelt. Denn das ungewandelte Bewusstsein nutzt jede Macht, die es bekommt, zur Reproduktion der alten Welt.

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Die Welt, gebaut von dem Mann, der sich verändert, aber nicht verwandelt

Die Welt ist ständig im Wandel. Warum also geht das Leiden der Menschheit weiter, nur in anderer Form?

Der vielleicht größte Fehler der Menschheit ist, dass sie Veränderung mit Wandel verwechselt.

Im Laufe der Geschichte sind Könige gegangen, Staaten haben sich verändert, Revolutionen wurden gemacht, Ideologien wurden geboren und zerstört. Die Wissenschaft hat sich weiterentwickelt, die Technologie hat eine schwindelerregende Geschwindigkeit erreicht. Die Welt hat sich ständig verändert.

Doch die Kriege waren noch nicht zu Ende.

Die Ausbeutung ist nicht verschwunden.

Die Ungleichheit hat nicht aufgehört.

Die Herrschaft des Menschen über den Menschen besteht in verschiedenen Formen fort.

Denn oft änderte sich nur die Form, nur wenig wurde verändert.

Veränderung und Wandel sind jedoch nicht dasselbe.

Der Wandel findet draußen statt.

Die Transformation findet im Inneren statt.

Der Wandel verändert die Institutionen.

Denkweise der Transformation.

Der Wechsel verändert die Verwaltungen.

Menschen der Transformation.

Aus diesem Grund haben viele Revolutionen in der Geschichte manchmal neue Probleme geschaffen, anstatt die grundlegenden Probleme der Menschheit zu lösen. Paläste wurden abgerissen, aber die Palastmentalität überlebte. Regierungen wechselten, aber der Wunsch zu herrschen blieb bestehen.

Viele Systeme, die im Namen der Freiheit errichtet wurden, haben sich im Laufe der Zeit in neue Unterdrückungsmechanismen verwandelt. Denn das ungewandelte Bewusstsein nutzt jede Macht, die es bekommt, zur Reproduktion der alten Welt.

Diese Realität ist in der von Männern dominierten Zivilisation am deutlichsten.

Hier geht es nicht um biologische Männlichkeit, sondern um die männlich dominierte Mentalität, die seit Tausenden von Jahren auf die Menschheit herabgesunken ist. Diese Mentalität beruht darauf, zu dominieren statt zu teilen, zu kontrollieren statt zu verstehen, zu verwalten statt zusammenzuleben.

Daher reproduziert der nicht umgewandelte Mensch dieselbe Hierarchie in der Familie, im Staat, in der Partei, in der Organisation und sogar in der Revolution.

Diskurse verändern sich.

Institutionen ändern sich.

Slogans ändern sich.

Aber der Wunsch zu herrschen bleibt oft derselbe.

Die Menschheit erlebt heute einen der größten technologischen Sprünge der Geschichte. Gleichzeitig ist sie aber auch einsamer als je zuvor, konsumsüchtiger als je zuvor und stärker als je zuvor auf der Suche nach Sinn.

Die Technik hat sich verändert, der Mensch nicht.

Die Werkzeuge haben sich entwickelt, das Bewusstsein nicht.

Die Welt ist gewachsen und der Mensch ist geschrumpft.

Vielleicht ist das wahre Problem der Menschheit nicht der Mangel an Veränderung, sondern der Mangel an Transformation.

Denn jedes System, das von einem nicht transformierten Menschen aufgebaut wird, gleicht sich letztendlich selbst.

Die Welt verändert sich. Aber verändern wir uns wirklich, oder geben wir unserem Schmerz nur neue Namen und leben dieselbe Geschichte weiter?

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