Der Iran ist angegriffen worden. Die Region heizt sich wieder auf. Das ist nicht mehr nur eine Möglichkeit, sondern ein konkretes Bild. Ein Riss im Iran würde nicht nur Teheran betreffen. Wenn das Gleichgewicht ins Wanken gerät, werden alle Stellung beziehen. Israel wird vermehrt iranische Ziele in Syrien angreifen. Die Libanon-Linie würde angespannt werden. Die USA würden ihre Präsenz vor Ort verstärken. Russland wird sich bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
Die Türkei kann nicht außerhalb dieser Kette bleiben.
Wenn die syrische Linie mobilisiert wird, wird die Grenze betroffen sein. Der Migrationsdruck wird zunehmen. Wenn der Ölpreis steigt, wird die Inflation in die Höhe schnellen. Wenn der Druck innerhalb der NATO zunimmt, wird Ankara um eine klare Position gebeten werden.
Ungewissheit ist so gefährlich wie ein Krieg.
An einer solchen Schwelle muss sich die Politik ändern. Diese Realität erfordert eine härtere Gangart der Führungskräfte.
Die CHP ist die Gründungspartei dieses Landes. Dieser Satz ist keine Prahlerei, sondern eine Verantwortung. Eine Gründungspartei zu sein bedeutet, in Krisenzeiten Vertrauen zu schaffen.
Heute denken die Menschen darüber nach, wem sie den Staat anvertrauen sollen.
Diese Frage lässt sich nicht durch eine quadratische Sprache umgehen.
Denn diese Frage wird in Bezug auf die Lebenshaltungskosten gestellt.
Diese Frage wird in Bezug auf die Grenzsicherheit gestellt.
Diese Frage wird im Hinblick auf die Möglichkeit eines Krieges gestellt.
Beifall schafft kein Vertrauen.
Eine Politik des Lärms führt nicht zu Stabilität.
Diese Frage lässt sich nur mit Klarheit, einem Programm und einem kühlen Kopf beantworten.
Die Opposition kann diese Schwelle nicht einfach überschreiten, indem sie sagt: “Ihr macht etwas falsch”.
Wenn die Möglichkeit eines Krieges besteht, sollte die Türkei klar sagen, wo sie stehen wird.
Wenn die Gefahr einer Energiekrise besteht, sollten sie erklären, welche Maßnahmen sie ergreifen werden.
Besteht die Möglichkeit der Migration, sollte sie eine dauerhafte Lösung bieten.
Ich spreche nicht über Namen, sondern über die Kapazität.
Die CHP darf nicht ihrem Schicksal überlassen werden. Aber das Erbe der Gründung allein reicht nicht aus. Sie braucht eine Führung, die dieses Erbe weiterführt.
Diese Geographie duldet keine Tribünenpolitik.
Die Wähler suchen in einer Krise nicht nach Aufregung.
Er sucht nach einem Hafen.
Und wenn dieser Hafen kein Vertrauen erweckt, kehren die Menschen zu dem zurück, was sie gewohnt sind.
Der Staat wird am Tisch regiert, nicht auf dem Platz.
Und wahre Führung zeigt sich am deutlichsten im Sturm.
