HALKWEBAutorenUnsichtbar am Tag der Migranten: Kinderarbeiter unter den Flüchtlingen

Unsichtbar am Tag der Migranten: Kinderarbeiter unter den Flüchtlingen

Heute reicht es nicht mehr aus, sich für Flüchtlingskinder einzusetzen. Kein Tag der Migranten hat seine wahre Bedeutung, wenn man sich nicht mit dem System auseinandersetzt, in dem sie beschäftigt sind.

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Heute ist der Tag der Migranten. Inmitten der feierlichen Plakate, gut gemeinten Botschaften und Wünsche wird eine Tatsache oft übersehen: Flüchtlingskinder, die arbeiten.

Es sind nicht nur Menschen, die Grenzen überschreiten, sondern auch Armut, Prekarität und Ausbeutung, die mit ihnen einhergehen.

Für Flüchtlingskinder bedeutet die Migration oft die Aufhebung der Kindheit. Workshops statt Schulen, Schichten statt Spiele, die Angst, “die Gegenwart zu retten”, statt von der Zukunft zu träumen...

In einem Land, in dem sie die Sprache nicht sprechen, werden sie in nicht registrierten Jobs als schwerste und billigste Arbeitskräfte eingesetzt. Weil sie nicht widersprechen können. Weil sie als “ersetzbar” angesehen werden.

Diese Kinder haben nicht nur Probleme, weil sie arm sind, sondern auch, weil sie Flüchtlinge sind. Ihre Identität macht sie noch verletzlicher.

Ihre Namen werden bei Arbeitsunfällen nicht erfasst, Türen werden ihnen vor der Nase zugeschlagen, wenn sie ihre Rechte einfordern.

Diese Situation, die oft mit dem Argument des “Beitrags zur Familie” oder des “Durchhaltens im Leben” gerechtfertigt wird, ist in Wirklichkeit eine der härtesten Formen moderner Kinderarbeit.

Der Tag der Migranten sollte nicht nur ein Tag sein, an dem man der Migranten gedenkt, sondern auch, um über die Ungleichheiten zu sprechen, die sich mit der Migration verschärfen. Die Kinderarbeit von Flüchtlingen ist kein “Integrationsproblem”, sondern eine eindeutige Verletzung von Rechten.

Die Lösung sollte nicht in Hilfspaketen gesucht werden, sondern in öffentlicher Bildung, sozialem Schutz, Überwachung und politischem Willen.

Heute reicht es nicht mehr aus, sich für Flüchtlingskinder einzusetzen. Kein Tag der Migranten hat seine wahre Bedeutung, wenn man sich nicht mit dem System auseinandersetzt, in dem sie beschäftigt sind.

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