In dem Bericht über Arbeitsunfälle mit Todesfolge, den der ISIG-Rat jeden Monat veröffentlicht, liegt die durchschnittliche Zahl der bei der Arbeit ums Leben gekommenen Arbeitnehmer zwischen 150 und 200.
Es handelt sich um eine Situation, in der keine offiziellen Zahlen vorliegen und dies auch nicht gewünscht wird.
Bei den Arbeitsunfällen mit tödlichem Ausgang steht die Baubranche jeden Monat an erster Stelle.
Menschen sterben aufgrund von Arbeitsunfällen, die darauf zurückzuführen sind, dass Arbeitgeber keinerlei Sicherheitsvorkehrungen im Bereich der Arbeitssicherheit getroffen haben – so wie Menschen, die nur im Krieg ihr Leben verlieren.
Ein weiteres auffälliges Ergebnis ist der Anstieg der tödlichen Arbeitsunfälle bei Kindern.
Die historische Bedeutung billiger Arbeitskräfte für die Produktion hält bis heute an.
Da eine Senkung der Produktionskosten zu höheren Gewinnen führen würde, werden das Alter und die Sicherheit der Mitarbeiter nicht besonders ernst genommen.

Im Jahr 2025 kamen fast 100 Kinder bei der Arbeit ums Leben.
Die Regierung führt weiterhin Programme durch, die Kinderarbeit fördern.
Es muss unbedingt erkannt werden, dass die berufsbedingten Tötungsdelikte ein strukturelles Problem sind, dass die Ursache in der kapitalistischen Produktionsweise liegt, dass es unbedingt notwendig ist, einen organisierten Kampf gegen dieses System zu führen und eine Ordnung anzustreben, in der die Arbeiter die Regierung stellen.
