HALKWEBAutorenVon der Konsumtionssackgasse zur Produktionsrevolution: Ein ökonomisches Manifest der Existenz

Von der Konsumtionssackgasse zur Produktionsrevolution: Ein ökonomisches Manifest der Existenz

Die nackteste Wahrheit, die uns die moderne Wirtschaftsgeschichte gelehrt hat, ist diese: Wenn man nicht produziert, existiert man nicht.

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In der heutigen Weltordnung besteht die größte Bedrohung für Staaten und Gesellschaften nicht nur in militärischen Interventionen oder politischen Krisen, sondern auch in einem Zustand der strukturellen Lähmung, in dem sie von der Produktion abgeschnitten, in einer Schuldenspirale gefangen und zu bloßen Konsumenten gemacht werden. Die nackteste Wahrheit, die uns die moderne Wirtschaftsgeschichte gelehrt hat, ist diese: Wenn du nicht produzierst, existierst du nicht.

Ontologie der Produktion

Die Frage nach Existenz und Nichtexistenz
Produktion ist nicht nur der Ausstoß von Waren aus einer Fabrik, sondern auch der Wille einer Nation, in Wissenschaft, Bildung und Gesundheit zu “existieren”. Eine Gesellschaft, die von der Produktion abgekoppelt ist, verliert die Fähigkeit, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. Eine Universität, die in der Wissenschaft nicht produzieren kann, wird zu einem Übersetzungsbüro, das lediglich das Wissen anderer wiederholt. Ein Staat, der keine Technologie und Medizin im Gesundheitsbereich produzieren kann, überlässt das Leben seiner Bürger der Gnade des globalen Kapitals. In diesem Kontext ist die Produktion die einzige Garantie für ein würdiges Leben und Souveränität.

Spirale des Konsums und Techno-Feudalismus

Heute ist die Welt über den klassischen Kapitalismus hinaus in eine Phase des “Techno-Feudalismus” eingetreten. Riesige Technologieplattformen und globale Kapitalzentren verwandeln von der Produktion abgekoppelte Gesellschaften in “digitale Leibeigene”. In dieser neuen Ordnung wird eine Gesellschaft, die nicht produziert, auf eine Masse reduziert, die nur noch Daten liefert und durch Anleihen konsumiert. Wenn Sie keinen Mehrwert schaffen können, wird Sie jedes Produkt, das Sie kaufen, teuer zu stehen kommen, denn Sie kaufen nicht nur den Preis des Produkts, sondern auch die Hegemonie des Geistes, der diese Technologie produziert.

“Dem Kredithai auf den Leim gehen”: (Das Ende der Kreditwirtschaft)

Eines der unvermeidlichen Ziele der nicht produzierenden Volkswirtschaften ist der globale finanzielle Wucher. Jede Struktur, die versucht, ihr Leistungsbilanzdefizit mit heißem Geld zu decken, anstatt zu produzieren, verpfändet schließlich ihren politischen Willen. Die Warnung “Wer nicht produziert, gerät an Kredithaie” ist nicht nur eine wirtschaftliche Feststellung, sondern auch eine Warnung zur nationalen Sicherheit. Gesellschaften, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Ressourcen zu schaffen und ihre eigene Technologie zu entwickeln, geben ihren Wohlstand an andere ab, die sie mit Zinsen und Schulden belasten.

Lösung

Wertschöpfungsproduktion und eine neue Denkweise.
Was ist also der Ausweg? Die Lösung besteht nicht nur darin, “mehr” zu produzieren, sondern auch mit “hoher Wertschöpfung” und “Wissensintensität” zu produzieren.

Von der Konsumgesellschaft zur Produktionsgesellschaft: Ein gesellschaftlicher Wandel, der sich nicht damit brüstet, was andere produzieren, sondern der die Welt mit seinen eigenen Erfindungen mitbestimmt.
Integration von Bildung und Produktion: Ein Modell, bei dem die Schulen nicht nur Abschlüsse vergeben, sondern auch mit der Industrie und der Technologie verflochten sind.
Die Hegemonie des Kapitals brechen: Eine Politik, die dem realen Sektor und der technologischen Unabhängigkeit gegenüber dem Druck des Finanzkapitals den Vorrang gibt.

Schlussfolgerung:
Die Produktion ist keine Wahl, sie ist eine Verpflichtung zum Überleben. Wenn wir wollen, dass unser Geld geschätzt wird, dass sich der Wohlstand an der Basis ausbreitet und dass wir ein starker Staat sind, müssen wir eine Mobilisierung der Produktion in allen Bereichen einleiten, vom Feld bis zur Fabrik, vom Labor bis zu den Softwarebüros.

Es sollte nicht vergessen werden, dass derjenige, der den Löffel auf dem Tisch eines anderen schüttelt, nicht entscheiden kann, wann sein Magen voll ist. Wir werden produzieren, einen Mehrwert schaffen und nur so werden wir befreit sein.

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