Einige Kreise in der Türkei unterliegen immer noch demselben Irrglauben: Sie denken, wenn sie eine Idee unterdrücken, wird sie verschwinden.
Es geht jedoch nicht um eine Struktur, sondern um eine Mentalität. Das von Mustafa Kemal Atatürk formulierte Verständnis ist kein Verständnis, das mit tagespolitischem Kalkül ausradiert, aufgelöst oder vergessen werden kann.
In diesem Land können Schilder abgenommen, Strukturen geschwächt und Namen geändert werden. Aber wenn die Wurzel einer Idee im Gedächtnis der Nation verankert ist, kann man sie nicht antasten.
In der Türkei gibt es heute eine klare Realität: Eine große Masse von Menschen, die sich nicht repräsentiert fühlt...
Millionen, die sich weder in die Linie der derzeitigen Regierung noch in die üblichen Oppositionsformen einordnen können.
Diese Menschen sind nicht desorganisiert, sie sind nur nicht miteinander verbunden. Und diese Trennung ist nicht von Dauer.
Denn dieses Land hat den Willen zur Unabhängigkeit, Sinn für Gerechtigkeit und Vernunft.
Der Kemalismus ist kein Slogan, er ist eine Haltung. Er ist ein Charakter. Er ist eine Richtungsbestimmung.
Niemand sollte dieses Schweigen falsch verstehen. Es handelt sich nicht um einen Rückzug, sondern um eine Anhäufung.
Und die Geschichte hat uns immer wieder gezeigt: Wenn die Akkumulation abgeschlossen ist, öffnet sich der Weg von selbst.
Was wir heute brauchen, ist ganz klar: Nicht passives Abwarten, sondern bewusstes Handeln.
Menschen, die zueinander finden, eine gemeinsame Sprache, Vertrauen und Koordination...
Denn starke Bewegungen entstehen nicht aus dem Nichts; der Boden ist bereitet, die Menschen schließen sich zusammen, und dann wachsen sie.
Deshalb geht es jetzt um Folgendes: Einen Willen zu formulieren, der nicht nur Kritik übt, sondern auch Alternativen aufzeigt.
Denn die Zukunft dieses Landes wird nicht durch Ängste, Lobbys oder Zwänge bestimmt, sondern durch den Willen des Volkes selbst.
Und das wird... auf die Bühne kommen, wenn die Zeit gekommen ist.

