Tevfik Fikret schrieb einmal eine Warnung.
Es stellte sich heraus, dass wir dachten, es sei eine Verordnung.
“Esst, Meister, esst...”
Ja, es handelt sich nicht mehr um ein Gedicht, sondern um ein Handbuch für die öffentliche Verwaltung, ja sogar um einen strategischen Plan.
Was ist überhaupt ein Staat?
Ein Tisch.
Haushalt?
Unbegrenztes Buffet.
Audit?
Das ist nur der Kellner, der mich von weitem anschaut.
Früher gab es ein Wort, das “Verschwendung” hieß, erinnert sich noch jemand daran? Jetzt hat es einen moderneren Namen: “Wachstum”.
Früher gab es eine “Rechenschaftspflicht”, heute ist daraus ein “Wahrnehmungsmanagement” geworden.
Früher gab es die “Schande”... aber sie war ein wenig veraltet und wurde abgeschafft.
Und hier ist das Beste an diesem Tisch:
Keiner fühlt sich schuldig.
Denn alle sehen sich an und entspannen sich:
“Ich habe gegessen, aber er hat mehr gegessen.”
Dies ist die neue Gleichgewichtstheorie der Politik:
Relative Moral.
Parteien?
Es handelt sich nicht mehr um ideologische Strukturen, sondern um verschiedene Catering-Unternehmen. Die Speisekarte ändert sich, der Slogan ändert sich, aber der Service ist der gleiche: große Kugeln, schneller Verzehr, niedrige Rechnung.
Und die größte Ironie von allen:
Diejenigen, die diesen Tisch kritisieren, fragen bei der ersten Gelegenheit nach dem Tischgedeck.
“Wo wohne ich?”
Die Öffentlichkeit?
Er ist nicht eingeladen.
Aber zu seinem Glück ist er derjenige, der die Rechnung bezahlt.
Manchmal sagt jemand: “So kann es nicht weitergehen”.
Es wird sofort zur Kenntnis genommen: “Es kann auf den Tisch gelegt werden.”
Denn das Gefährlichste in diesem System ist nicht die Gier, sondern das Ausgeliefertsein.
Vielleicht ist es jetzt notwendig, die Verse von Tevfik Fikret zu aktualisieren:
“Esst, meine Herren, esst;
aber machen Sie etwas Platz, wenn möglich...
weil es eine lange Warteschlange gibt.”
