Die von Saros Research zwischen dem 16. und 27. April 2026 unter 6.197 Personen in der gesamten Türkei durchgeführte Umfrage “Turkey Agenda and Politics Survey” zeigt deutlich die Prioritäten der Wähler und ihr Vertrauen in die politischen Akteure.
Der Umfrage zufolge ist die Wirtschaft weiterhin das mit Abstand wichtigste Problem der Wähler in der Türkei. Während ,8 der Befragten die Wirtschaft als erstes Problem nannten, folgten Recht und Justiz mit ,6, Regierung/Verwaltung mit %8 und Opposition mit %6,1.
DIE WIRTSCHAFT ALLEIN BESTIMMT DIE TAGESORDNUNG
Den Umfragedaten zufolge glaubt fast die Hälfte der Wähler in der Türkei, dass allein die Wirtschaft ihre Agenda bestimmt. Diese Quote ist fast so hoch wie das Gesamtgewicht aller anderen problematischen Themen.

Besonders bemerkenswert ist dieser Punkt:
Recht und Justiz an zweiter Stelle
Die politischen Akteure (Regierung und Opposition) werden direkt als Problemverursacher gesehen
Diese Situation zeigt, dass die Wähler nicht nur mit den Ergebnissen, sondern auch mit der Art des Regierens und der politischen Institution unzufrieden sind.
MEHRHEIT DER WÄHLER SAGT “KEINE LÖSUNG”
Eines der auffälligsten Ergebnisse der Umfrage waren die Antworten auf die Frage “Welche Partei kann das wichtigste Problem der Türkei lösen?”.
.0 gaben an, dass sie keiner politischen Partei vertrauen, indem sie “Keine” angaben.
AK-Partei an erster Stelle mit .8
Die CHP ist die zweitplatzierte Partei mit .6
Andere Parteien blieben im einstelligen Bereich
Dieses Bild zeigt deutlich, dass ein erheblicher Teil der Wählerschaft in der Türkei kein Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit der derzeitigen politischen Akteure hat.

POLARISIERUNG HÄLT AN
Die parteienbezogene Aufschlüsselung der Umfrage zeigt, dass die Wähler eine Wahrnehmung parallel zu ihrer eigenen politischen Identität entwickeln:
Obwohl die Wähler der AK-Partei die Wirtschaft in höherem Maße als Problem sehen, verweisen sie erneut auf ihre eigene Partei als Lösungsansatz.
Die CHP-Wähler hingegen sehen sowohl die Regierung als auch das System als Problem an
Es ist bemerkenswert, dass die Option “keine” unter den Wählern anderer Parteien hervorsticht
Diese Situation zeigt, dass die politische Polarisierung in der Türkei anhält, gleichzeitig aber auch eine “unentschlossene und hoffnungslose” Wählerschaft wächst.

