Im Laufe der Geschichte hat das kapitalistische Weltsystem versucht, den Expansionszwang durch neue Geografien zu lösen. Jahrhundert die Kolonisierung Asiens und Afrikas, im 20. Jahrhundert die Neuaufteilung des Nahen Ostens und im 21. Jahrhundert die Kolonisierung des digitalen Raums sind verschiedene historische Formen dieses Expansionszwangs. Heute hat das Monopolkapital die Umstrukturierung im Nahen Osten weitgehend abgeschlossen und hat Afrika ins Visier genommen. Aus diesem Grund bereitet sich Afrika darauf vor, zum Schauplatz des vierten Teilungskrieges zu werden. Dieser Krieg wird kein kurzfristiger Konflikt sein, sondern ein langer Kampf um die Vorherrschaft, der zweihundert Jahre dauern wird.
Die historische Stellung Afrikas: Vom Kolonialismus zum Neokolonialismus
Afrika war im 19. Jahrhundert das am intensivsten kolonisierte Gebiet des europäischen Imperialismus. Die Berliner Konferenz (1884-1885) war der offizielle Beginn der Aufteilung des Kontinents zwischen den imperialistischen Mächten. Diese Teilung zersplitterte die ethnische, kulturelle und historische Struktur Afrikas, schuf künstliche Grenzen und führte zu einer Feindschaft zwischen den Völkern. Diese Grenzen sind auch heute noch einer der Hauptgründe für die politische Instabilität des Kontinents. Mitte des 20. Jahrhunderts kam es zu Unabhängigkeitsbewegungen, und viele afrikanische Länder erlangten ihre Unabhängigkeit, doch die wirtschaftliche Abhängigkeit blieb bestehen. Obwohl Afrika also scheinbar entkolonialisiert wurde, lebt es weiterhin im Neokolonialismus. Der Neokolonialismus wird nicht durch militärische Besetzung, sondern durch wirtschaftliche Abhängigkeit, Verschuldung, Handelsabkommen und die Kontrolle durch multinationale Unternehmen ausgeübt.
Afrikas wirtschaftliches Potenzial: Das neue Ziel des Monopolkapitals
Afrika verfügt über die größten Reserven an natürlichen Ressourcen des 21,
- der Weltkobaltreserven
- der Platinreserven
- der Manganreserven
- Gold, Diamanten, Uran und die meisten Seltenerdmetalle
- Große, für die Landwirtschaft geeignete Flächen
- Junge und schnell wachsende Bevölkerung.
Diese Ressourcen sind für das Monopolkapital lebenswichtig. Denn die grundlegenden Rohstoffe des digitalen Kapitalismus, Lithium, Kobalt, Nickel, seltene Erden, sind in Afrika konzentriert. Daher ist Afrika eine strategische Region nicht nur für den klassischen Kolonialismus, sondern auch für die Zukunft des digitalen Kapitalismus.
Die Rivalität zwischen China, USA, EU und Russland in Afrika
Afrika ist heute ein Gebiet, in dem ein intensiver Wettbewerb zwischen den vier Großmächten herrscht.
1) China
Riesige Infrastrukturinvestitionen im Rahmen des Belt and Road Project
Häfen, Eisenbahnen, Kraftwerke
Afrikas größter Handelspartner
Schaffung wirtschaftlicher Abhängigkeit durch Verschuldung
2. DIE USA
Militärbasen und Sicherheitsabkommen
Militärische Operationen durch AFRICOM
Starke Präsenz von Energie- und Bergbauunternehmen
Strategie zur Begrenzung von Chinas Einfluss
3. die Europäische Union
Neokoloniale Handelsabkommen
Landwirtschaft und Rohstoffausbeutung
Mechanismen des Drucks durch die Migrationspolitik
4. russland
Private Militärfirmen wie Wagner
Sicherheitsvereinbarungen
Rechte zur Ausbeutung von Bodenschätzen. Diese Rivalität deutet darauf hin, dass der künftige Krieg um die Aufteilung Afrikas einen multipolaren Charakter haben wird.
Afrikas junge Bevölkerung: Potenzial und Bedrohung zugleich
Im Jahr 2050 wird die Bevölkerung Afrikas 2,5 Milliarden Menschen erreichen. Die Mehrheit dieser Bevölkerung ist jung. Diese Situation ist sowohl eine Chance als auch eine Bedrohung für das Monopolkapital,
Die Chance. Billige Arbeitskräfte, großer Markt, Konsumpotenzial
Bedrohungen. Die Möglichkeit des Aufkommens revolutionärer Bewegungen, politische Instabilität, Unabhängigkeitsbestrebungen. Aus diesem Grund entwickelt das Monopolkapital ideologische, wirtschaftliche und militärische Mechanismen, um die junge Bevölkerung in Afrika zu kontrollieren.
Desintegration Afrikas, neue Sykes-Picot-Pläne
Die Zukunft Afrikas wird auf ähnliche Weise gestaltet wie die Vergangenheit des Nahen Ostens. Das Monopolkapital will den Kontinent entlang ethnischer, religiöser und regionaler Linien fragmentieren. Durch diese Zersplitterung ist der Kontinent leichter zu kontrollieren. Deshalb wird in Afrika,
- Bürgerkriege
- Auswirkungen
- Regionale Konflikte
- Ethnische Spannungen
- Sektiererische Spaltungen.
Schon im Nahen Osten werden sie in Afrika ständig mit veralteten Modellen aus der Vergangenheit angeheizt.
Der langfristige Charakter des Vierten Weltkriegs
Der Teilungskrieg in Afrika wird kein kurzlebiger Konflikt sein. Der Grund dafür ist,
- Der Kontinent ist zu groß
- Große Vielfalt an Quellen
- Die Kräfte sind multipolar
- Die Mechanismen der Ausbeutung sind vielschichtig
- Das Potenzial für Widerstand ist groß.
Daher wird der vierte Teilungskrieg ein langer Kampf um die Vorherrschaft sein, der zweihundert Jahre dauern wird.
Die Pflicht der arbeitenden Völker: Afrika als Teil des globalen Kampfes
Die Zukunft Afrikas ist nicht nur die Zukunft des Kontinents, sondern auch die Zukunft der arbeitenden Völker der Welt. Denn die Ausbeutung Afrikas wird die globale Ungleichheit vertiefen, die Macht des Monopolkapitals vergrößern und den Kampf der Weltarbeiterklasse erschweren. Aus diesem Grund.
- Solidarität mit revolutionären Bewegungen in Afrika
- Der Kampf gegen den Neokolonialismus
- Gemeinsamer Widerstand gegen digitale Ausbeutung
- Internationale Organisation der Arbeiterklasse.
Es ist eine historische Notwendigkeit, diese Fragen im Einklang mit dem Prozess der neuen Ära der Entwicklung und Globalisierung zu regeln.
