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Individualismus und Bildung

Die in der Schule vermittelte Bildung ist ein wirksames Mittel zur Erziehung egoistischer Menschen. Als Erstes müssen die Prüfungen abgeschafft werden, die die Schüler zum Wettbewerb zwingen.

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Bekanntlich drückt der Individualismus, der bis zu einem gewissen Grad auf die liberale Sichtweise zurückgeht, die Überzeugung aus, dass jeder Einzelne in der Gesellschaft, der für seinen eigenen Nutzen arbeitet, auch der Gesellschaft zugute kommt. Mit anderen Worten, es handelt sich um eine Doktrin, die die Interessen des Einzelnen als übergeordnet und wichtiger als die Interessen der Gesellschaft betrachtet. Zunächst wird erörtert, was für ein Verständnis von Individualismus vorliegt und welche Folgen es hat, und dann wird die Bedeutung dieses Verständnisses für die Bildung erörtert.

Nach Ansicht des Autors ist der Individualismus die gewöhnlichste Einstellung und das gewöhnlichste Verhalten. Denn Individualismus ist bis zu einem gewissen Grad Egoismus und ein Verständnis, das das eigene Interesse über die Gesellschaft stellt. Menschen mit diesen Eigenschaften können nicht an einen sozialen Bezug denken. Auch sind Menschen mit einer egoistischen Einstellung unempfindlich gegenüber den sozioökonomischen Problemen der Gesellschaft.

Zuallererst muss man darüber nachdenken, was zu tun ist, um keine individualistischen Menschen zu erziehen... Man muss mit der Familienerziehung beginnen. Unsere Erziehung zu diesem Thema ist jedoch nicht auf dem gewünschten Niveau. Mit anderen Worten: Das Bildungsniveau von Müttern und Vätern ist weit davon entfernt, ideale, individualistische Kinder zu erziehen.

Auch hier ist die häusliche Gewalt ein Faktor, der den Egoismus verstärkt.

Auch hier müssen sich die Eltern ihren Kindern gegenüber demokratisch verhalten, wenn sie nicht wollen, dass sie egoistisch sind.

Die demokratische elterliche Haltung sieht folgendermaßen aus: Anstelle einer autoritären elterlichen Haltung, die dem Kind nicht genügend Aufmerksamkeit und Liebe schenkt und Druck auf das Kind ausübt, damit es sich so verhält, wie sie es will, kann man sagen, dass dem Kind mit einer demokratischen Haltung begegnet werden sollte, die ihm erlaubt, sich innerhalb gewisser Grenzen frei zu verhalten, seine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse auf realistische Weise befriedigt, ihm hilft, seine Ziele zu erreichen, es ermutigt, Lösungen für seine Probleme zu finden, Vertrauen und Unterstützung bietet, keinen Erfolgsdruck ausübt, konsequente Disziplin anwendet und ihm Liebe und Zuneigung zeigt, ohne überfürsorglich zu sein.

Andererseits trägt die schulische Ausbildung dazu bei, egoistische Menschen zu erziehen. Als Erstes müssen die Prüfungen abgeschafft werden, die die Schüler zum Wettbewerb zwingen.

Auch hier gewinnen die demokratische Einstellung und das Verhalten der Lehrer an Bedeutung. In dieser Hinsicht sollten die Lehrer die Schüler in den Lehr- und Lernprozess einbeziehen.

Darüber hinaus sollte der Lehrer Unterrichtsmethoden anwenden, die den Gruppenprozess betonen. Der Lehrer sollte den Schülern das Recht geben, bei Bedarf das Wort zu ergreifen.

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