Die Ferien meiner Kindheit kamen mir in den Sinn...
Bei jedem Besuch gab es ein Taschengeld in einem Umschlag oder ein Taschentuch. Unsere Vorliebe war klar: Onkel, Umschlag!
Wir trugen die schönsten Kleider und kauften schon Tage im Voraus für das Fest ein. Neu gekaufte Schuhe schliefen mit uns auf der anderen Seite des Bettes; wir freuten uns darauf, sie am Morgen anzuziehen.
Am Morgen des Zuckerfestes standen wir immer früh auf. Muslime, Christen, alle atmeten die gleiche Festtagsluft. Vor allem, wenn wir morgens den Fernseher einschalteten und Kandrali sahen...
Wir sind in einer solchen Zeit aufgewachsen. Wie glücklich wir waren.
Es gab auch die Tore des Festes... Diese Tore würden nicht verschlossen sein.
Wir Kinder zogen von Viertel zu Viertel, und egal, an welche Tür wir klopften, wir kamen mit einem Lächeln im Gesicht und einer Süßigkeit oder einem Taschengeld in der Hand heraus. Die Älteren fragten uns, wie es uns geht, und die Kleinen bekamen einen Klaps auf den Kopf. Bayram war ein kleines Stückchen Nachbarschaft, ein kleines Stückchen Nachbarschaft.
Jetzt schaue ich mir die Kinder an: Wie viele von ihnen kennen den Geschmack von Zucker? Zucker für das Zuckerfest gibt es ab 170 TL pro Kilo und Schokolade ab 350 TL. Baklava, das für die Festtafeln unverzichtbar ist, kostet zwischen 1500 und 2000 TL. Der Name des Festes ist immer noch derselbe, aber es scheint, dass das Fest selbst jetzt die Taschen verbrennt.
Besonders im Nahen Osten... Dort gibt es den Namen des Feiertags, aber nicht den Feiertag selbst. Die Menschen sind auf Migrationsrouten, mitten in Kriegen.
Und es scheint, dass dieser Zyklus noch eine Weile so weitergehen wird.
Vielleicht ist das, was wir am meisten verloren haben, nicht der Feiertag selbst, sondern die menschliche Wärme, die ihn zu einem Feiertag macht.
Denn beim Zuckerfest ging es weder um Zucker noch um Baklava... Beim Zuckerfest ging es darum, dass die Menschen ihre Türen für Menschen offen halten.
