
Plätze, Fabriken, Lagerhallen und Straßen waren erfüllt von der Wut und dem Enthusiasmus der arbeitenden Frauen! Am 8. März, dem Internationalen Tag der arbeitenden Frauen, forderten Zehntausende von Frauen in der ganzen Türkei gleichen Lohn für gleiche Arbeit, kostenlose Kindergärten, die Bekanntmachung von Betreuungsarbeit, gegen Prekarität und die Ausbeutung von Subunternehmern. Die diesjährigen Demonstrationen waren nicht nur ein Fest, sondern ein Zeichen für eine wachsende Rebellion gegen die miserablen Löhne der Bosse, das von Männern dominierte Gewerkschaftsverständnis und die neoliberale Zerstörung.
Millionen werktätiger Frauen in der Türkei arbeiten in prekären Verhältnissen, mit Löhnen um den Mindestlohn und langen Schichten, während sie gleichzeitig die Last der häuslichen Pflege umsonst schultern. Diese doppelte Ausbeutung durch das kapitalistische System ist kein Einzelschicksal mehr, sondern wird durch klassenbewusste Arbeiterinnen, Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen zu einer kollektiven Abrechnung.
Aus dem Widerstand erwächst Hoffnung: Migros-Lager und die Führungsrolle der Frauen in der Metallbranche
In den letzten Monaten hat der Widerstand der werktätigen Frauen zu konkreten Erfolgen gegen die Ausbeutungsordnung geführt. Der 23-tägige De-facto-Widerstand unter der Leitung der DGD-SEN in den Migros-Lagern, der 14 Lager in 10 Provinzen umfasste, war ein historischer Kampf, bei dem die Arbeiterinnen an vorderster Front standen. Die Arbeiterinnen, die sich mit den Forderungen ’Netto 50 Prozent mehr Lohn!“, ”Recht auf Kader!“, ”Menschenwürdige Löhne!“ gegen die miserablen 28 Prozent Lohnerhöhung, Steuersenkungen, Subunternehmer und schlechte Arbeitsbedingungen wehrten, brachten den Chef mit dem Widerstand an einen Tisch und erzielten wichtige Erfolge. Lagerarbeiterinnen erzählen: ”Dieser Widerstand löste einen Ketteneffekt aus, indem er sich auf andere Supermarkt-Lagerhäuser wie Şok, A101, BİM ausbreitete.
Auch die Arbeiterinnen im Metallsektor bleiben nicht stumm. In Versammlungen, Streiks und vor den Fabriken nehmen sie eine aktive Rolle ein und setzen den Slogan “Wir werden siegen, indem wir Widerstand leisten” in konkrete Taten um. Dieser Kampf, der die Vertretung der Frauen selbst in den von Männern dominierten Gewerkschaftsstrukturen in Frage stellt, bringt die Rechte der gesamten Arbeiterklasse voran.
Unsere Forderungen sind klar und dringend: Für eine Zukunft ohne Ausbeutung!
Am 8. März müssen wir den Schwung des Kampfes beibehalten, um den Enthusiasmus des 8. März in jeden Tag zu tragen. Die gemeinsamen Forderungen der arbeitenden Frauen lauten wie folgt:
- Gesetzgebung und Überwachung für gleichen Lohn für gleiche Arbeit!
- Kostenlose, qualifizierte Kindergarten- und Betreuungsangebote in jedem Stadtteil!
- Die Umwandlung der Pflegearbeit in eine öffentliche Aufgabe - nicht auf dem Rücken der Bosse und des Staates, sondern als geteilte Last der Gesellschaft!
- Echte Vertretung der Frauen in den Gewerkschaften und gleichberechtigte Mitsprache bei Entscheidungen!
- Schluss mit der Vergabe von Unteraufträgen, prekärer Arbeit und Kennzeichnungspraktiken wie dem Code 29!
Wenn diese Forderungen verwirklicht werden, wird die Beschäftigung der Frauen zunehmen, die wirtschaftliche Unabhängigkeit wird gestärkt und die Gleichstellung der Geschlechter wird eine konkrete Grundlage haben. Die Errungenschaften, die die laizistische Republik den Frauen gebracht hat (Wahlrecht, bürgerliche Gleichberechtigung), werden heute durch den Klassenkampf der werktätigen Frauen wiederbelebt und erweitert.
Unsere größte Waffe: Einigkeit, Solidarität und Organisation!
Die Einheit der arbeitenden Frauen ist die größte Angst der Bosse. Die Slogans auf den Plätzen, die Schritte in den Lagern, die Frauenkommissionen in den Gewerkschaften... all das beweist, dass eine gleichberechtigte, freie und ausbeutungsfreie Welt möglich ist.
Die Geschichte lehrt uns: Wenn arbeitende Frauen sich organisieren und Widerstand leisten, sind Erfolge unvermeidlich. Es ist unser aller Pflicht, das Feuer des 8. März in die Fabriken, Nachbarschaften und jeden Arbeitsbereich zu tragen, die Stimme der Frauen lauter zu machen, die Solidarität auszuweiten und die Forderungen mit Entschlossenheit zu verfolgen.
Es lebe der organisierte Kampf der arbeitenden Frauen!
Es lebe der 8. März!
Gleichheit, Freiheit und ein menschenwürdiges Leben werden mit der vereinten Kraft der werktätigen Frauen kommen!
Wir werden gewinnen, indem wir Widerstand leisten!
