HALKWEBAutorenDie Wahrheit im Spiegel der Küche: Der stille Einsturz

Die Wahrheit im Spiegel der Küche: Der stille Einsturz

Jede Bewegung unserer Mütter ist ein stiller Widerstand, ein stiller Kampf gegen das Leben und die Armut. Dieser Kampf bildet die Grundlage für einen geistigen Zusammenbruch, der von Verzweiflung geprägt ist. Gerade in diesen Küchen, an den Tischen der Kinder, die vom Duft der Eier getröstet werden, beginnt der stille Zusammenbruch.

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Jeden Tag erleben wir das Drama einer mitleidigen Mutter.

Zum Beispiel die Mutter, die keine Frikadellen für ihr Kind kaufen kann und deshalb in der Küche Eier in Öl kocht, damit es sie riecht.

Ihr Kind hat Hunger; die Mutter, die versucht, ihr Kind für einen Moment zu trösten, indem sie den Geruch von Eiern wie den Geschmack von Frikadellen auf den Tisch bringt, verbirgt in Wirklichkeit den wahren Hunger.

Jede Bewegung unserer Mütter ist ein stiller Widerstand, ein stiller Kampf gegen das Leben und die Armut. Dieser Kampf bildet die Grundlage für einen von Verzweiflung geprägten geistigen Zusammenbruch.

Genau hier in diesen Küchen, Der stille Zusammenbruch beginnt an den Tischen der Kinder, die durch den Geruch von Eiern getröstet werden.

Armut und Korruption untergraben die Familie und die Gesellschaft in einem sich gegenseitig verstärkenden Kreislauf.

Familien in Großstädten haben inzwischen Schwierigkeiten, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Nach den Daten von TurkStat für 2024 liegt die Armutsquote bei ,6; die armutsgefährdete Bevölkerung liegt bei ,2.

Auf dem Land ist das Bild noch düsterer: Die jungen Leute wandern ab, die Dörfer werden immer älter - sie entleeren sich - und Landwirtschaft und Viehzucht haben längst an Attraktivität verloren.

Armut ist keine vorübergehende Krise mehr, sondern eine dauerhafte Realität, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, fast wie ein Erbe, das man nicht ablehnen kann.

Korruption ist nicht nur ein wirtschaftlicher Zusammenbruch, der in Geld gemessen wird.

Es ist der Zusammenbruch des Vertrauens, des Rechts und des Funktionierens des Staates.

Unsere Position im Korruptionswahrnehmungsindex 2024 von Transparency International zeigt dies deutlich.

Öffentliche Ausschreibungen, Baugenehmigungen und Verträge mit Auftragnehmern werden oft unter dem Einfluss von Politik und Interessengruppen gestaltet.

Die Kontrolle ist schwach. Die Institutionen sind fast verrottet.

Dieser Verfall vergrößert unmittelbar die Armut.

Wenn die Korruption zunimmt, werden öffentliche Mittel verschwendet, der Sozialstaat wird geschwächt und die Macht der Bürger, Rechenschaft zu fordern, schwindet.

Die Armut nimmt zu, die Kontrollen werden gelockert, die Korruption nimmt zu.

Dieser Kreislauf verschlingt in aller Stille die Familie, die Gesellschaft und die grundlegenden Institutionen des Staates.

Der stille Zusammenbruch prägt unbemerkt das Leben.

Manchmal werden diese Leben zerstört, indem sie ohne die geringste Unterstützung ihre Kraft verlieren.

Das Rezept ist einfach, aber seine Umsetzung erfordert Entschlossenheit.

Die öffentlichen Ausgaben sollten transparent und nachvollziehbar sein.

Die Beihilfen sollten nach objektiven Kriterien und nicht nach politischen Gesichtspunkten verteilt werden.

Beamte sollten aufgrund ihrer Verdienste ernannt werden; die Justiz sollte frei von Druck sein.

Diese Schritte sind nicht nur eine Frage der Politik, sondern auch eine Frage der sozialen Moral.

Wirklicher Wohlstand und Entwicklung lassen sich nicht durch Beton, Technologie oder den Höhepunkt der Industrie oder durch eine totale Steigerung des Volkseinkommens erreichen.

Das beginnt mit einer sauberen Politik, einer fairen Regierungsführung sowie starken Familien und soliden sozialen Einrichtungen.

Armut ist kein Schicksal, und das sollte sie auch nicht sein. Korruption ist keine Gewohnheit, sie sollte nicht normalisiert werden.

Wir müssen uns dagegen aussprechen. Nur an dem Tag, an dem wir den stillen Zusammenbruch brechen können, werden unsere Kinder nicht mehr durch Gerüche abgelenkt, sondern durch die Realität des Geschmacks genährt werden. Auf diese Weise werden wir die Schritte in Richtung einer wohlhabenden Gesellschaft gehen.

Wenn uns das nicht gelingt, werden wir eines Tages sogar nach den Eiern suchen, die wir versuchen, unsere Kinder mit ihrem Geruch zu trösten;

Vergessen wir nicht, dass das Schweigen derjenigen, die nicht einmal das Ei erreichen können, uns alle taub macht.

Wir hoffen, dass dieses Schweigen von denen, die regieren, und denen, die sich um eine Regierung bewerben, gehört wird.

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