HALKWEBAutorenIst dieses Parlament für Landwirte geschlossen?

Ist dieses Parlament für Landwirte geschlossen?

Wenn es in der Versammlung keine Bauern gibt, ist sie nicht die Versammlung des Volkes.

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“Ist ”Der Bauer ist der Herr der Nation" heute nur noch ein nostalgisches Motto, das an den Wänden hängt, oder ist es immer noch Staatspolitik?

Die Antwort ist bitter:
In der Türkei des Jahres 2025 ist der Bauer nicht mehr der Herr der Nation, und er steht auch nicht auf der Tagesordnung des Parlaments.

Denn dieser Bauer, der sogenannte Meister, existiert in der Versammlung nicht mehr.
Wenn sie existiert, hat sie keine Stimme. Sie hat keine Autorität. Sie hat kein Urteilsvermögen.

Wer ist im Parlament und wer nicht?

600 Abgeordnete...
Schauen Sie sich die Berufsverteilung an:

Geschäftsmann 158

Befürworter 122

Akademiker 42

Trainer: 37

Wirtschaftswissenschaftler: 33

Doktor: 32

Was ist mit dem Landwirt?

Agraringenieur?
Tierarzt?
Kooperativ?

Sie ist fast nicht vorhanden.

Dies ist kein Zufall mehr.
Dies ist ein bewusster Ausschluss der Landwirtschaft aus der Politik.
Dies ist der Ausschluss des Herstellers vom Tisch.

Ein vom Feld losgelöster herrschender Geist

Heute gibt es im Parlament Leute, die über Dieselkraftstoff nicht nach Litern, sondern nach Ausschreibungsunterlagen sprechen.
Es gibt Leute, die Dünger nicht an der Tüte, sondern an der Bildschirmgrafik erkennen.
Diejenigen, die noch nie den Boden an ihren Schuhen beschmutzt haben, schreiben die Agrarpolitik.

Wie viele Menschen wissen, wie viel das Produkt in der Praxis kostet?
Wie viele Abgeordnete wissen, was der Mindestpreis im Leben eines Landwirts bedeutet?

Die Antwort ist eindeutig:
Sehr, sehr wenig.

Denn Politik wird nicht mehr in der Dorfstube gemacht, sondern auf den Plätzen.

Warum wurde die Landwirtschaft aus der Politik entfernt?

Atatürk-Zeit:

Der Bauer war heilig.

Die Produktion war Staatspolitik.

Genossenschaften waren weit verbreitet.

Die Ziraat Bank war die Bank der Bauern.

Was ist heute passiert?

Die Ziraat Bank ist zu einem Fonds für große Finanzkreise geworden, nicht für den Schweiß der Bauern.
Die Landwirtschaft ist zu einer Schaufensterdekoration geworden, die 365 Tage im Jahr in Vergessenheit gerät und nur von Wahl zu Wahl in Erinnerung bleibt.

Die Landwirte stehen vor den Toren der Zwangsvollstreckung,
Die Felder sind verschuldet,
Die jungen Leute fliehen aus dem Dorf,
Die Erde ist verwaist...

Aber das Parlament hört diesen Schrei nicht.

Hauptgefahr: Mangelnde Repräsentation

Der Bauer produziert weiter, ist aber nicht vertreten.
Der nicht vertretene Hersteller wird allein gelassen.
Der Produzent, der allein gelassen wird, wird ärmer.
Der verarmte Produzent stellt die Produktion ein.

Das Ende dieser Kette ist offensichtlich: Nahrungsmittelkrise. Abhängigkeit von Importen. Nationales Sicherheitsdefizit.

Aber das Parlament schaut immer noch zu.

Das letzte Wort ist klar und deutlich

Wenn es in der Versammlung keine Bauern gibt, ist sie nicht die Versammlung des Volkes.

Eine Politik, die die Landwirtschaft vergisst, bedeutet, die Ader zu kappen, die die Nation am Leben erhält.

Die Frage, die wir uns heute stellen müssen, lautet:

Ist der Bauer noch der Herr dieser Nation oder ist er eine Galionsfigur, die der Armut, den Schulden und dem Schicksal ausgeliefert ist?

Die Antwort auf diese Frage wird nicht nur über die Landwirtschaft, sondern auch über die Zukunft der Türkei entscheiden.

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