Die Türkei befindet sich in einer schwierigen geografischen Lage.
Wir befinden uns an einem Ort, an dem große Mächte aneinanderstoßen, ohne sich gegenseitig zu berühren. Wir sind ein Pufferland, und Pufferländer können nicht ruhig schlafen.
Deshalb wird von Zeit zu Zeit die Frage gestellt. Sollte die Türkei Atomwaffen bauen?
Im gegenwärtigen globalen Kontext spricht die allgemeine Einschätzung dafür, keine
Denn Atomwaffen bieten keine Sicherheit. Sie erzeugen nur Angst. Sehen Sie sich nur die Welt an. Nordkorea hat sich atomar bewaffnet, aber die Menschen dort hungern. Pakistan ist atomar bewaffnet, aber seine Wirtschaft ist instabil. Der Iran hat die nukleare Schwelle erreicht, kann aber nicht atmen. Nuklearwaffen retten keine Länder. Sie verstärken nur die Stimme der Machthaber am Tisch.
Und der Preis ist hoch. Sanktionen werden verhängt, die Isolation beginnt, die ständige Überwachung setzt ein, und die Möglichkeit, in jeder Krise die erste Zielscheibe zu sein, steigt.
Wir sind keine Inselnation. Wir können nicht isoliert sein. Wir können keine Mauern errichten und uns in unser eigenes Schneckenhaus einschließen. Wir können unsere Nachbarn nicht auslöschen. Wir müssen überleben, indem wir in dieser Geographie leben.
Das Problem der Türkei ist nicht der Mangel an Kernenergie. Das Problem der Türkei ist das langfristige Denken. Die Institutionen haben kein Gedächtnis. Die Schwächung des Verdienstes. Wissenschaftler gehen. Junge Leute packen ihre Koffer.
Die Abschreckung im einundzwanzigsten Jahrhundert kommt nicht von der Atombombe. Sie kommt von der Technologie. Länder, die Chips herstellen, Medikamente entwickeln und Energie speichern, haben ein Mitspracherecht. Länder, die nicht über Atomsprengköpfe, sondern über Köpfe verfügen, sind stark.
Es gibt auch diese Tatsache. Die Türkei ist Mitglied der NATO. Sie befindet sich also bereits unter dem nuklearen Schutzschirm. Ein eigenes nukleares Abenteuer macht uns nicht sicherer. Es würde uns nur noch einsamer machen.
Wir brauchen keine Bomben. Wir brauchen einen staatlichen Geheimdienst.
Die Armee wird stark sein, ja, aber die Universität wird auch funktionieren. Es wird eine Rüstungsindustrie geben, aber die Wissenschaftler werden nicht weglaufen. Er wird mit der Faust auf den Tisch schlagen können, aber er wird auch in der Lage sein, Sätze zu bilden.
Denn wenn eine Bombe hochgeht, haben alle verloren.
Aber wenn der Intellekt fehlt, verliert man auch ohne Krieg.
Darin liegt die eigentliche Gefahr.
