“Die Gesellschaft kann nicht ohne die Befreiung der Frauen befreit werden. Von der Bildung bis zum Arbeitsleben, vom öffentlichen Raum bis zur Politik verteidigen die Frauen, die in den Fängen der Reaktion sind, nicht nur ihre Rechte, sondern sie kämpfen für den Laizismus und die Republik.”
Die Türkei ist im Laufe ihrer Geschichte von sozialen und politischen Polarisierungen geprägt worden. In den letzten Jahren hat die Einkreisung des öffentlichen Raums durch reaktionäre Ideologien jedoch die Form einer Belagerung angenommen, die sich insbesondere gegen die Freiheiten der Frauen richtet. Die Rechte der Frauen sind nicht nur eine individuelle Angelegenheit, sondern auch ein Barometer für den Kampf um Demokratie und Säkularismus.
Der Druck der Reaktion auf die Frauen manifestiert sich in symbolischen und konkreten Bereichen: Bildung, Arbeit, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und Einschränkung der elementarsten Rechte. Der Kampf für den Säkularismus in der Türkei beschränkt sich nicht darauf, dass der Staat keine Grundlage für religiöse Zwänge bietet, sondern es geht auch darum, die Gleichheit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu sichern. Während Frauen in säkularen Gesellschaften Freiheit und Autonomie erlangen, werden sie in Gesellschaften, die unter dem Einfluss einer reaktionären Politik stehen, wieder auf das Haus und die Unsichtbarkeit beschränkt.
Heute ist der Versuch, Frauen durch staatliche Maßnahmen und Eingriffe in das Bildungssystem von Entscheidungsmechanismen auszuschließen, nicht nur eine Verletzung der Rechte des Einzelnen, sondern auch ein Angriff auf die demokratische Zukunft der Gesellschaft. Die Gleichheit und Freiheit der Frauen ist kein Privileg, sondern eine notwendige Voraussetzung für einen säkularen Staat und eine demokratische Gesellschaft.
Der Kampf gegen die Reaktion ist nicht nur das Werk der Politik, sondern auch des sozialen Bewusstseins und der kulturellen Reflexe. Jeder Angriff auf die Rechte der Frauen ist nicht nur ein Angriff auf den Einzelnen, sondern auch auf die Republik und den Laizismus. Aus diesem Grund ist der Kampf für die Frauen auch ein Kampf für den Laizismus; die Gesellschaft kann nicht ohne die Befreiung der Frauen befreit werden.
Es darf nicht vergessen werden, dass reaktionäre Ideologien häufig die öffentliche Sphäre und staatliche Mechanismen instrumentalisieren. Daher kann sich der Kampf nicht darauf beschränken, auf der Straße oder in den Medien sichtbar zu sein; es ist zwingend notwendig, Säkularismus und Frauenrechte in Bildung, Gesetzgebung, Politik und Kultur zu garantieren. Wenn die Stimmen der Frauen zum Schweigen gebracht werden, wird auch die Gesellschaft zum Schweigen gebracht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Frauen in den Fängen der Reaktion nicht nur für ihre eigene Freiheit, sondern auch für eine säkulare und demokratische Türkei Widerstand leisten. Die Befreiung jeder Frau ist der Sieg des sozialen Gewissens und der demokratischen Zukunft. Der Laizismus ist die Garantie für die Freiheit der Frauen, und die Verteidigung dieser Garantie ist in der heutigen Türkei keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit.
