HALKWEBAutorenEine Welt ohne Emotionen und Gewissen

Eine Welt ohne Emotionen und Gewissen

Menschliche Beziehungen werden heute Bildschirmen und Algorithmen anvertraut. Wir verlieren unsere Fähigkeit, zu "verstehen" und zu "fühlen", zugunsten von Effizienz und Geschwindigkeit.

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Während die Menschheit auf einen technologischen Gipfel zusteuert, wird sie in eine geistige Leere hineingezogen, d.h. in eine Entfremdung “ohne Gefühl und ohne Gewissen”. Meine Analysen zur “Hegemonie des Kapitals und der Technologie über die Staaten” und zum “Techno-Feudalismus” zeichnen den Weg dieses “Laufs” sehr deutlich nach.

Das Bild, das sich uns heute bietet, lässt sich unter einigen grundlegenden Überschriften zusammenfassen:

1-Die Vorherrschaft der Algorithmen und der Verlust von Gefühlen:
Menschliche Beziehungen werden heute Bildschirmen und Algorithmen anvertraut. Wir verlieren unsere Fähigkeit, zu “verstehen” und zu “fühlen”, zugunsten von Effizienz und Geschwindigkeit. Soziologisch gesehen ist das Individuum nicht länger ein “Subjekt”, sondern ein “Objekt” für Data Mining. Dies führt dazu, dass das Gewissen durch eine kalte und mechanische Gewinn-Verlust-Rechnung ersetzt wird.

2-Techno-Feudalismus und neue Sklaverei:
Digitale Plattformen haben sich in neue Lehnsgüter verwandelt. Die Menschen bewegen sich auf diesen Plattformen als “freiwillige Sklaven”. In dieser Ordnung, in der die Arbeit entwertet wird und das Kapital eine Hegemonie über die Staaten erlangt, indem es physische Grenzen überschreitet, werden kollektive Werte wie Solidarität und Gewissen vom individuellen Wettbewerb überschattet.

3-Value Cancellation of Conscience:
Das globale System nährt die Gefühllosigkeit, indem es Tragödien in “Statistiken” oder “Inhalte” verwandelt. Das Drama am einen Ende der Welt wird mit einer Rollbewegung am anderen Ende übergangen. Diese Situation stumpft den Reflex des Mitgefühls im sozialen Gefüge ab. (Die Massengräber von 168 Mädchen im Iran werden als Kriegsopfer behandelt)

4-“Manifest der Produktion” und der Ausweg:
Doch trotz des pessimistischen Bildes könnte das “Manifest der Produktion”, das wir bereits hervorgehoben haben, eine Bremse für diesen blinden Kurs sein. Ein Verständnis, das den Menschen wieder in den Mittelpunkt von Produktion, Natur und Moral stellt:

Zyklus "Natur versöhnt": Genauso wie Ihr Ansatz bei den Olivenbäumen, sie anzubauen, ohne sie auszubeuten.

Die Ehre der Menschenwürde: Werte, die man mit Geld nicht kaufen kann (Ehre und Würde), wieder zur Grundlage des Gesellschaftsvertrags machen.

Infolgedessen ist die Menschheit in eine Spirale der Erstarrung geraten, da sie zu einem Rädchen im Getriebe der Werkzeuge geworden ist, über die sie verfügt (Technologie und Kapital), anstatt deren Herr zu sein. Diese Schnelllebigkeit scheint kein “Fortschritt” zu sein, sondern eine “Flucht”, die das Wesentliche entfremdet.

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