HALKWEBAutoren'Die wahre Wahrheit, die sich hinter der Debatte 'Wer soll die AK-Partei verteidigen?

‘Die wahre Wahrheit, die sich hinter der Debatte ’Wer soll die AK-Partei verteidigen?

Atakan Sonmez
Atakan Sonmez
Menschlich... Tscherkessisch Journalist

In einem politischen System, in dem das Volk nicht das Hauptthema der Politik ist, wird die Frage, wer die Parteien verteidigen wird, nicht über den Status einer Medien- und Politikzeitschrift hinausgehen.

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Erstens: Der Chefredakteur der Hurriyet, Ahmet Hakan “Die Verteidigung der Regierung ist eine zu ernste Aufgabe, als dass man sie Journalisten überlassen könnte”.” und schrieb, dass die Abgeordneten der AK-Partei auf den Bildschirmen erscheinen sollten.

Zwei Tage später nahm auch der CNN Türk-Programmierer und Hurriyet-Kolumnist Hande Firat teil, “Leider haben wir alle die Grenze überschritten, ob es sich nun um die Opposition oder um Medienorganisationen handelt, die der Regierungspartei nahe stehen.” und ging auf den Ball zu.

Euphrat, “In den USA und Europa kann ein Journalist nicht auf den Bildschirm gehen und wie der Sprecher einer Partei sprechen. Er kommentiert, aber er hält Abstand. In der Türkei ist diese Grenze fast völlig aufgehoben. Journalisten sprechen wie politische Akteure. Das schadet sowohl dem Journalismus als auch der Politik.” Er übte Selbstkritik an seinem Programm mit Journalisten, die seit Jahren die AK-Partei im Namen der AK-Partei verteidigen.

Die erste Reaktion kam von Zafer Şahin, der seit Jahren auf demselben Bildschirm die AK-Partei gegen Oppositionspolitiker verteidigt hat.

“Nach den heutigen Artikeln und Kommentaren bin ich nicht aus eigenem Antrieb im Abendprogramm aufgetreten. Ich kann nicht untätig bleiben, wenn Fetöns Trolle und die städtischen Medien uns ins Visier nehmen und den Boden dafür bereiten, dass sie sich über uns lustig machen können. Das Leben ist ein Stand. “ "Hande Fırat reagierte gegen Hande Fırat und kündigte an, dass er nicht mehr an Sendungen auf CNN Türk teilnehmen werde.

Wenn ich der Meinung wäre, dass das, was Ahmet Hakan und Hande Fırat getan haben, eine aufrichtige professionelle Selbstkritik war, hätte ich mich bei beiden bedanken müssen.

Man müsste jedoch die letzten 20 Jahre in einem vegetativen Zustand verbracht haben, um nicht zu erkennen, dass diese aufeinanderfolgenden Ausbrüche auf ein Signal der Kommunikationsdirektion oder direkt von Beştepe aus erfolgten.

Tatsächlich wurde nach dem jüngsten Vorfall mit Mehmet Akif Ersoy deutlicher, wie weit das Beziehungsnetz reicht, in dem Journalisten im Namen der AK-Partei sprechen.

In der Anklageschrift der IBB wurde außerdem während der Ermittlungsphase bekannt, dass es ‘pro-AK-Partei-Journalisten’ gab, die direkt mit Murat Ongun in Verbindung standen, aber diese Namen wurden nicht in die Anklageschrift aufgenommen.

All dies zeigt, dass sich der Palast und die AK-Partei sehr unwohl mit einer Masse von Menschen fühlen, die durch die Macht, die sie durch sie erlangt haben, zu Narren von Ruhm und Reichtum geworden sind.

Aber das Problem geht weit über die Frage hinaus, wer die AK-Partei auf den Bildschirmen verteidigen wird. Das Problem ist vielmehr das Problem der Entpolitisierung und Entpolitisierung der politischen Arena, das ich bereits erwähnt habe.

Das Regime des 12. September, das sich dadurch etablierte, dass es das Volk, das wichtigste Subjekt der Politik, auf die Tribüne brachte, schuf in den 80er und 90er Jahren einen Raum für Berufspolitiker. Die Politiker haben in diesem geschaffenen Raum bis 2017 weiter ’Politik’ gemacht.

Obwohl der Wille nicht weitgehend in der politischen Institution lag, hatte die Politik ein erhebliches Gewicht in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung und die Darstellung in den Medien.

Es war kein Zufall, dass es in den ersten Jahren der AK-Partei viele andere Politiker als Erdoğan gab, die eine hohe Medien- und Gesellschaftsresonanz hatten.

In dem neuen Regime, das nach der Verfassungsänderung von 2017 als ’Präsidiales Regierungssystem‘ bezeichnet wird, wurde auch die politische Institution auf die Tribüne gehoben.

In dieser Zeit begann eine Struktur, die als ‘Staatsweisheit’ bezeichnet wurde, Entscheidungen im Namen des Landes zu treffen. Die ‘Staatsweisheit’ wurde im Wesentlichen durch die Person von ‘Devlet Bahçeli’ verkörpert.

In dieser Zeit bestand kein Bedarf mehr an hochrangigen politischen Persönlichkeiten. Die Suche nach einem ’unauffälligen Ministerpräsidenten‘, der Ahmet Davutoğlu nach 2015 ersetzen sollte, hatte bereits begonnen.

Das neu geschaffene System basierte darauf, die gesamte Politik ‘unauffällig’ zu gestalten und das Land durch einige wenige Akteure an der Spitze zu verwalten.

Es ist eine natürliche Folge davon, dass selbst der Prozess der ‘Terrorfreien Türkei’, der einer der wichtigsten Prozesse in der Türkei ist, durch die Positionierung der Politik nur als ‘Beobachter’ vorangetrieben wird.

Die derzeitige Debatte darüber, wer die AK-Partei in den Medien verteidigen wird, sollte vor diesem Hintergrund bewertet werden.

In der AK-Partei, die sich zur größten Aushängeschild-Partei der Türkei entwickelt hat, kann die Verteidigung der Parteipolitik durch die erneute Betonung innerparteilicher Zahlen nicht nur strategisch, sondern auch inhaltlich nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen.

In einem politischen System, in dem das Volk nicht das Hauptthema der Politik ist, wird die Frage, wer die Parteien verteidigen wird, nicht über den Status einer Medien- und Politikzeitschrift hinausgehen.

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