HALKWEBAutorenVereint in Atatürk: Keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit

Vereint in Atatürk: Keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit

Die einheitliche Staatsstruktur und das Verständnis des Laizismus, das eines der grundlegenden Prinzipien Atatürks ist, sind die Garantie für das Zusammenleben von Unterschieden auf der Grundlage gleicher Bürgerrechte. Der Säkularismus ist eine Versicherung, die eint und nicht trennt.

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Die von Mustafa Kemal Atatürk gegründete Republik basiert nicht auf ethnischer Identität, sondern auf dem Verständnis einer Nation, die auf der Staatsbürgerschaft beruht. Dieses Verständnis ist ein Mörtel, der die Unterschiede verbindet, nicht trennt.

Wenn wir die soziale, wirtschaftliche und politische Situation in der heutigen Türkei aus der Vogelperspektive betrachten, erkennen wir, dass wir mit einem Bild konfrontiert sind, das zu tiefgreifend ist, um es nur mit einer klassischen “Frosch-Metapher” zu erklären. Die Gesellschaft ist an einen Punkt gelangt, an dem sie unabhängig von den Umständen immer gleich reagiert.

Eine zunehmende Polarisierung aus politischem Kalkül, wachsende wirtschaftliche Probleme und sozialer Verfall sind heute eine unbestreitbare Realität. Insbesondere mit dem Präsidialsystem hat die Reduzierung der Politik auf die Gleichung +1 die Gesellschaft entlang scharfer Linien gespalten und die gemeinsamen Nenner geschwächt.

Wenn man dann noch das Problem der unkontrollierten Zuwanderung und der Flüchtlinge hinzufügt, wird deutlich, dass das Land in der Mitte einer Gleichung mit vielen Unbekannten gefangen ist.

Noch gravierender ist, dass die Toleranzschwelle der Gesellschaft in einem so kritischen Land und in einem so sensiblen Prozess gesunken ist, dass die politischen Debatten zu einer Sprache der Beleidigung geworden sind, anstatt Ideen zu entwickeln. Selbst in Fragen, die die Einheit des Landes betreffen, beschuldigen sich die Parteien gegenseitig, anstatt gesunden Menschenverstand walten zu lassen.

Diese Situation erleichtert die Arbeit ausländischer Mächte, terroristischer Organisationen und bösartiger Strukturen.

Wenn wir zum Kern der Sache vordringen, stoßen wir auf drei grundlegende Elemente: Wirtschaft, Religion und Verständnis von Atatürk.

Die Abhängigkeit vom Ausland in der Wirtschaft und das Fehlen eines nationalen Produktions- und Entwicklungsmodells haben das Land anfällig gemacht.

Im religiösen Bereich schaden Ansätze, die von Aufrichtigkeit weit entfernt sind und religiöse Werte instrumentalisieren, dem sozialen Vertrauen.

Andererseits schadet die Tendenz einiger Kreise, die sich als Atatürkisten bezeichnen, Atatürk zu benutzen, anstatt ihn zu verstehen, und ihre distanzierte Haltung gegenüber religiösen Werten dem sozialen Zusammenhalt.

Das Ergebnis ist, dass die Wirtschaft von Ausländern abhängig ist, die Religion missbraucht wird und die Ideen Atatürks unbeachtet bleiben.

Der Mörtel dieses Landes ist jedoch ein Kampf um die Existenz in Armut.

Mustafa Kemal Atatürk gelang es selbst unter schwierigsten Bedingungen, die gesamte Gesellschaft zu vereinen, unabhängig davon, ob sie türkisch, kurdisch, arabisch, laz, tscherkessisch, alevitisch oder sunnitisch war. Dieser Geist der Einheit ist die Grundlage für den Kampf gegen den Imperialismus.

Obwohl die Bedingungen heute viel günstiger sind als früher, fällt es uns schwer, den gleichen Geist der Einheit wiederherzustellen.

Was an dieser Stelle zu tun ist, ist klar: Vereint in Atatürk.

Vereint in Atatürk;

  • Es geht darum, den gesunden Menschenverstand zu treffen,
  • Es geht darum, eine Identität auf der Grundlage der Staatsbürgerschaft aufzubauen,
  • Anstreben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit,
  • Sie basiert auf Wissenschaft und leistungsorientierter Entwicklung,
  • Es bedeutet, die eigene Religion in vollen Zügen zu leben und sich nicht von den Religiösen benutzen zu lassen. Es bedeutet, ein aufrichtiges religiöses Leben anzunehmen.
  • Sie soll eine friedliche, aber entschlossene Außenpolitik betreiben.

Das bedeutet, dass 86 Millionen Menschen in Frieden, Brüderlichkeit und Wohlstand leben werden.

Eine der größten Bedrohungen für die Türkei ist die ethnisch bedingte Segregation und die Identitätspolitik. Die von Atatürk vorgeschlagene Definition der Nation ist jedoch umfassend:

“Das Volk der Türkei, das die Republik Türkei gegründet hat, wird als türkische Nation bezeichnet.”

Dieser Ausdruck ist nicht ausgrenzend, sondern vereinheitlichend.

Heute ist ein dauerhafter Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus nur möglich, wenn sich die Gesellschaft auf einen gemeinsamen Geist einigt. Dieser Geist ist der Geist der nationalen Einheit, wie er von Atatürk vorgelebt wurde.

Die einheitliche Staatsstruktur und das Verständnis des Laizismus, das eines der grundlegenden Prinzipien Atatürks ist, sind die Garantie für das Zusammenleben von Unterschieden auf der Grundlage gleicher Bürgerrechte. Der Säkularismus ist eine Versicherung, die eint und nicht trennt.

Schlussfolgerung;

Gemeinsames Geschichtsbewusstsein, gemeinsames Staatsbürgerschaftsrecht und das Ideal einer gemeinsamen Zukunft...
All dies wird als Atatürk.

Das ist der Grund;
Atatürk in der Politik,
Atatürk in Sicherheit,
Atatürk im sozialen Frieden...

Denn die Einigung auf Atatürk ist heute keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit für die Zukunft der Türkei.

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